Herbst 2009
30. Oktober 2009
Wie kriegt man es hin, den Jakobsweg in Spanien zu pilgern, aber jede Nacht im eigenen Wohnmobil zu übernachten? Das Womo morgens zum nächsten Etappenziel fahren, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück und dann die Etappe laufen? Oder morgens laufen, und abends mit dem Bus zurück? Ich denke, das wird schwierig.
Heute auf dem Weg mit dem Fahrrad zur Arbeit kam mir dann eine Idee: Na klar, mit dem Fahrrad, Klapprad, Faltrad, wie auch immer.
Morgens mit dem Rad zum Etappenziel 1, dort die Räder abstellen und zu Fuß zurück zum Womo. Dann mit dem Womo zum Etappenziel 1 und übernachten. Am nächsten Tag das gleiche Spiel von vorne.
Das würde bedeuten, wir bewältigen jede Etappe einmal zu Fuß, einmal mit dem Rad und einmal mit dem Womo.
Stellt sich natürlich die Frage, was wir mit den Hunden machen…Hmm…
Gestern habe ich mir die Europakarte angesehen und überlegt, wie unsere Route ganz grob aussehen könnte. Bestimmte Vorgaben sind zu berücksichtigen, z.B. Jakobsweg im Mai/Juni, Winter in Griechenland.
Starten wollen wir im Juli. Unklar ist noch, welches Jahr, aber ich gehe mal jetzt von 2014 aus. In dem Jahr sind unsere beiden Töchter erwachsen.
Der erste Weg soll uns zur Nordsee führen, und von dort an der Küste lang durch die Niederlande. Im August Belgien, Luxemburg, und bis hinunter zum Bodensee. Den September könnte man in der Schweiz verbringen und im westlichen Österreich, den Oktober ebenfalls in Österreich. Dann wird es Zeit, in wärmere Gefilde zu wechseln. Den November für den Weg durch Ungarn und Rumänien zum Schwarzen Meer. Dezember und Januar verbringen wir in Griechenland, im Februar mit der Fähre hinüber nach Süditalien und Sizilien. Im März bereisen wir den Rest vom Stiefel mit einem Frühlingsanfang in der Toskana, im April die Lombardei, Piemont, Cote d’ Azur. Dann pilgern wir 1 ½ Monate auf dem Jakobsweg, anschließend verbringen wir den restlichen Juni und kompletten Juli in Portugal und Spanien. Und letztendlich bereisen wir im August die französische Atlantikküste.
14 Monate in ein paar Sätze gepackt…klasse, das liest sich gut.
Vielleicht sollte man an dieser Stelle mal einen Teil der Karten auf den Tisch legen: Wir besitzen kein Wohnmobil und sind noch nie mit einem Wohnmobil gefahren. Aber wir wissen immerhin schon, wie in etwa das Womo aussehen soll, und haben uns schon oft Womos angesehen. Geräumig muss es sein, wir leben ja schließlich mindestens 14 Monate darin. Eventuell mit Doppelboden als Stauraum. Auf jeden Fall mit Heckgarage als Stauraum und Fahrradträgern, Fahrräder nehmen wir natürlich mit. Ein eingebautes Navigationsgerät ist nicht notwendig, wir haben ein mobiles Gerät mit Karten aus 42 europäischen Ländern oder so. TV mit Sat-Anlage ist nicht notwendig, wenn aber vorhanden, dann okay. Lediglich Nachrichten wären interessant, dafür haben wir ein Laptop mit. Und an ein LAN- oder WLAN-Netz kommt man immer irgendwie, hoffen wir. Alternative wäre Internet per Satellit. Das ist aber eine teure Geschichte, nicht nur in der Anschaffung, sondern auch bei den monatlichen Kosten.
Wir notieren
Todo 1: WOMO kaufen
Todo 2: Klappfahrrad
01. November 2009
Heute ist erstens Sonntag, zweitens Allerheiligen und drittens regnet es. Zeit, sich mal über Falträder zu informieren.
Falträder gibt es zu einem durchaus interessanten Preis, nach oben wie gehabt kaum Grenzen. Eines fand ich recht interessant, das Faltrad DAHON Vitesse D7 20 Zoll, mit allem Notwendigen ausgestattet, Gewicht etwa 13 kg, Packmaß L/H/B 82/65/32 cm, gibt es ab 499,-- EUR zu kaufen.
Dazu bekommt man auch passende Taschen.
20. November 2009
Wenn unser Abreisetag der 01. Juli 2014 sein sollte, dann sind das ab heute noch 1684 Tage J.
In der letzten Zeit ist planerisch nicht viel passiert, aber dafür praxisorientiert. Ich habe in dieser Woche an einem Erste-Hilfe-Lehrgang teilgenommen, der von meinem Arbeitgeber angeboten und vom Malteser-Hilfsdienst durchgeführt wurde. Mein letzter Erste-Hilfe-Lehrgang muss etwa 1982 gewesen sein, und davon war nicht mehr viel Wissen da. Somit war die Teilnahme im Hinblick auf die lange Reise umso sinnvoller.

Bielefeld Time