Spanien, Kastilien und Leon
10. Oktober 2013 - Tag 132
Beschlossen und verkündet, dieser Tag wird ein Day of rest.
Einerseits sind wir von gestern noch ganz schön platt, andererseits wollten wir uns die Stadt ja eh noch ansehen.
Also erst mal lange geschlafen, gefrühstückt, und dann eine große Runde mit den Dackeln durchs Hinterland gemacht.
Dann sind wir rauf in die Stadt.
Astorga hat zwei wichtige Sehenswürdigkeiten, die Kathedrale und den Bischofspalast "Palacio Episcopal".
Beide wirklich sehenswert, zumindest von aussen, von innen haben wir sie nicht besichtigt, weil man auch hier mal wieder viel Geld haben wollte, und wir haben das mit der Liebe zu Kirchen ja schon erklärt...
Aber dann war Zeit für einen Stadtbummel durch die Geschäfte, natürlich auch hier voll gemünzt auf die Pilger. Hier gibt es für die Pilger wirklich alles zu kaufen, was Sinn macht und auch keinen Sinn macht.
Zurück am Womo und nach einem lecker Mittagessen war dann arbeiten angesagt. Andrea hat das Womo innen sauber gemacht und aufgeräumt und umorganisiert etc., ich habe in der Zeit beide Fahrräder geputzt und die Heckgarage gefegt...muss ja auch mal sein.
Morgen werden wir dann wieder weiter nach Westen fahren, Richtung Santiago und Richtung Küste. Mal sehen, wo wir landen werden.
Gefahrene Strecke: 0 km
| Camino de la Astorga....klick |
09. Oktober 2013 - Tag 131
Ein spannender Tag stand uns bevor.
Gestern Abend hatten wir kurzerhand beschlossen, uns in Leon vor dem Treffen mit unseren Freunden mal umzusehen nach einem Reifenhändler, damit wir vorne zwei neue Reifen bekommen. Gerechnet hatten wir damit, dass das wohl nicht ganz einfach sein wird, und auch 1-3 Tage dauern kann, bis wir einen Termin bekommen. Aber es kam ganz anders...
Von Bonar ging es nach einer ordentlichen Mütze voll Schlaf direkt nach León. Wir hatten uns vorher die Koordinaten von der Homepage eines Reifendienstes abgeschrieben und ins Navi eingegeben. Und als unsere Lisa uns da hingeführt hat, war da: Nix! Absolut nix, vor allem keine Firma. Also blind nach León reingefahren und erst mal einen großen Parkplatz angesteuert. Wir machen den Motor aus und stehen vor? Richtig, einem Reifenhändler.
Also rein in den Laden, und der Mitarbeiterin in gebrochen Spanisch/Englisch/Deutsch/Gebärdensprache versucht zu erklären, was wir eigentlich wollen. Und nach Aufrufen des Google-Translators hat das dann auch exzellent und mit viel Lachen geklappt...Google übersetzt halt manchmal einfach scheiße...aber lustig. Und das allerbeste: Die haben zwei Reifen, die sie selbst nicht da hatten, innerhalb einer halben Stunde beschafft, und in der nächsten halben Stunde aufgezogen. Man, waren wir begeistert! Das hätten wir nie gedacht.
Super gelaunt ging es dann in die Stadt zum Touristenparkplatz, und dann zu Fuß ins Getümmel. Und kurze Zeit später dann das sehr, sehr nette Treffen mit Carola und Frank und ihren amerikanischen Freunden. Wir haben uns riesig gefreut, dass das nach ca. zwei Jahren Email-Kontakt tatsächlich geklappt hat uns zu treffen. Wir haben draussen vor einer Bar gesessen uns erzählt und erzählt....einer schöner Nachmittag. Und Andrea und ich waren uns einig, das war defintiv nicht das letzte Mal, dass wir die Beiden getroffen haben! Und wir haben auch schon eine Idee, wo das nächste Treffen stattfinden wird... :)
Anschließend mussten wir uns wie immer einen Platz für die Nacht suchen, und mussten leider noch einige Kilometer fahren, weil der Platz, den wir ausgesucht hatten, bereits in den Winterferien war. Gelandet sind wir nun schließlich in Astorga, hier stehen wir kostenlos direkt neben der Stierkampfarena. Noch eine Runde mit den Dackeln und ein bißchen PC-Arbeit, dann gehen wir gleich zügig in die Kiste...müde uns zufrieden.
Gefahrene Strecke: 121 km
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Stellplatz in Astorga
08. Oktober 2013 - Tag 130
Und weiter geht sie, die wilde Fahrt...
Heute ging es von Carrión de los Condes ungeplant weiter nach Bonar. Ungeplant deshalb, weil wir eigentlich einen anderen Stellplatz ausgesucht hatten, der sich aber dann für eine Übernachtung als völlig ungeeignet erweisen hat. Kurzerhand haben wir dann den nächst möglichen Platz aus dem Bordatlas herausgesucht, und sind schließlich in Bonar gelandet. Hier stehen wir am Sport- und Freizeitzentrum, einer herrlich gepflegten schönen Anlage, direkt neben einem Fluß. Und als wir den gesehen haben, war die Entscheidung gefallen: Hier baden wir die Hunde! Ha, war das ein Spaß. Und endlich mal wieder saubere Hunde...und ein dreckiger Fluß :)
Dann war eigentlich der Plan, noch in das Städtchen zu gehen, aber es kam ganz anders. Ich, Jürgen, sitze draussen und trinke ein Bierchen, als mich ein Spanier in Deutsch anspricht, woher wir denn wohl kämen. Ein Wort gab das Andere, und nach 5 Minuten Small-Talk sagte der Mann, Jose, er würde jetzt erst mal seine Frau holen, die sei nämlich Deutsche aus Bonn, und die würde so gerne mit Deutschen sprechen, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Und fünf Minuten später fuhr die E-Klasse vor, und Jose und seine Frau Haide stiegen aus. Und mit denen haben wir uns dann lange furchtbar nett unterhalten. Und haben ihre Adresse in Malaga bekommen, wo sie im Winter wohnen, mit dem Versprechen, uns bei ihnen zu melden, wenn wir im Dezember da unten sind. Ein sehr netter Abend, aber leider nix von der Stadt gesehen.
Egal!
Morgen steht León auf dem Plan, und wir sind schon gespannt, ob das Treffen mit Carola und Frank aus Berlin mit deren amerikanischen Freunden klappt. We will see....
Gefahrene Strecke: 162 km
Stellplatz in Bonar
07. Oktober 2013 - Tag 129
Tag 129 führte uns schließlich nach Carrión de los Condes.
Nachdem wir uns nach der Skype-Nacht viel Zeit gelassen haben und ausgiebig gefrühstückt haben, ging es nach Einkaufen und Tanken zu unserem nächsten Ziel, wo wir kostenlos am Sportzentrum stehen.
Carrión de los Condes ist ebenfalls Station auf dem Pilgerweg, und wir haben wieder viele Pilgerer gesehen, die sich gegen Abend noch die ein oder andere Kleinigkeit gekauft haben. Von hier sind es übrigens noch 405 Kilometer bis nach Santiago de Compostela. Nach einem Dorfrundgang sind wir dann auch schnell in der Kiste verschwunden, weil wir keinen TV/Internet-Empfang hatten. Ausserdem mussten wir Schlaf nachholen :)
Gefahrene Strecke: 93 km
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Stellplatz in Carrión de los Condes
06. Okotober 2013 - Tag 128
Hui, kalt war es heute Nacht. Wir stehen hier ja auf etwa 1000 m Höhe, und da waren es dann mal gerade noch 10°C in der Nacht draussen und 13°C im Womo beim Aufwachen. Mussten wir doch tatsächlich vor dem Frühstück mal die Heizung anwerfen....
Nach dem Frühstück ging es dann wie geplant nach Burgos. Wir hatten überlegt, ob wir in der Stadt gegen Gebühr parken sollen und uns anschließend einen Stellplatz aussuchen sollen, haben uns dann aber anders entschieden, und sind noch 4 km weiter östlich gefahren zur Cartuja de Miraflores, einem Kloster. Hier stehen wir mit direktem Blick auf die Klosterkirche kostenlos für die Nacht.
Nach der Hunderunde haben wir uns die Klosterkirche in Ruhe angesehen, und endlich mal wieder Kultur-Fotos geschossen...jau, da müßt ihr jetzt durch :)
Dann haben wir die Räder gesattelt und sind die 4 km runter in die Stadt gefahren und haben die Stadt dann zu Fuß besichtigt. Ganz toll die gotische Kathedrale, zumindest von aussen. Für eine Besichtigung innen hätten wir zusammen 14,-- Euro zahlen sollen, und, sorry, so weit geht die Liebe zu Kirchen dann doch nicht.
Da haben wir uns lieber das durchaus rege Treiben in der Stadt angeschaut.
Zurück im Womo dann noch lecker Essen, etwas Büro, gleich noch eine Runde mit den Hunden, und früh in die Kiste, weil wir heute Nacht mit Thisi skypen wollen.
Gefahrene Strecke: 91 km
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Stellplatz in Burgos-Cartuja de Miraflores
05. Oktober 2013 - Tag 127
Etwas kühl war es heute Nacht am Atlantik, nachdem es ja gestern geregnet hatte mit Gewitter etc.
Aber heute Morgen war das Wetter wieder schön, so soll es sein.
Einen großen Sprung Richtung Süden haben wir heute getan, und das hat seinen Grund.
Das nächste Ziel auf unserer Reise war eigentlich ein ganz anderes, aber besondere Umstände haben unsere Pläne gekippt. Zwei unserer Homepage-Leser der allerersten Stunde, Carola und Frank, sind mit Freunden in Europa unterwegs, und wir haben deren Reisepläne mit unseren Reiseplänen abgeglichen. Und tatsächlich bietet sich jetzt die Möglichkeit, sich zumindest mal für ein Stündchen oder so in Leon zu sehen. Leon erreichen die Beiden mit ihren Freunden am 09.10., und wir werden unsere Route entsprechend anpassen.
Also ging es nach dem Frühstück und dem Wocheneinkauf in Torrelavega weiter nach Aquilar de Campóo. Wir stehen hier auf dem kostenlosen Stellplatz der Gemeide am Sportplatz, gerade neu fertig gemacht. Und das waren auch schon unsere spannenden Erlebnisse für heute, denn den Tag haben wir genutzt, das Womo nach nur einem Tag Atlantik mit Regen und dreckigen Hunden wieder sauber zu kriegen. Einen Eimer feinsten Strandsand hätten wir da wohl im Angebot, irgend jemand Interesse?
Aber morgen soll es ein bißchen aufregender werden, denn wenn die Pläne so bleiben, dass weiß man bei uns ja nie, dann geht es morgen nach Burgos.
Gefahrene Strecke: 141 km



















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