Frankreich, Normandie

29. August 2013 - Tag 90

Wir haben die Pläne nicht über den Haufen geworfen und sind nach einer Horrornacht etwas später gestartet.
Horrornacht deshalb, weil in der Strandbar gleich neben unserem Womo jemand mit viiielen Freunden seinen Geburtstag gefeiert hat...natürlich draussen. In der Summe waren es dann vielleicht zwei Stunden Schlaf, aber die Mucke war klasse :)
Das erste Ziel, das eigentlich auch das letzte Ziel des Tages sein sollte, war Saint-Lô mit der im zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche Notre Dame. Allerdings wurde ausser der Kirche auch 80% der Stadt zerstört, und somit hat die Stadt den Beinamen "Hauptstadt der Ruinen". Nach der üblichen Runde mit den Hunden haben wir uns Stadt und Kirche angesehen, waren aber letztendlich etwas enttäuscht, weil es nicht wirklich mehr Interessantes zu sehen gab. Also waren wir schon vor 15:00 Uhr damit durch, und haben kurzerhand beschlossen, noch etwas weiter in den Süden Richtung Bretagne zu fahren, und sind nun in Villedieu-les-Pôeles. Hier stehen wir auf dem kostenlosen Stellplatz genau gegenüber vom "Hopital Local".
Villedieu ist traditionell ein Zentrum der Kupferbearbeitung, hier gibt es ohne Ende Pfannen, Töpfe und tausend andere Dinge aus Kupfer zu kaufen. Später wurden dann auch andere Metalle wie Zinn und Aluminium verarbeitet. Mitte des 19. Jahrhunderts kam die Herstellung von (Kirchen-) Glocken hinzu.
Nach dem Stadtrundgang ein leckeres Abendessen, und dann wird es gleich ganz zügig in die Falle gehen, Schlaf nachholen :(
Das war dann vorerst auch unser letzter Tag in der Normandie, morgen werden wir den ersten Ort in der Bretagne anfahren...forward, ever forward....

Gefahrene Strecke: 110 km

Hier entlang nach Saint-Lô...klick





Hier geht es in die Kupferstadt...klick





Stellplatz in Villedieu-les-Poêles...

...am Hopital Local





27. - 28. August 2013 - Tag 88 bis 89

Zwei Tage am Stück gibt es heute.
Wobei der Erste starker Tobak war....
Der Plan war, nach Deauville und Trouville zu fahren, eine Doppelstadt sozusagen. Laut Reiseführer ein absolutes "Must have", aber das war dann doch die Theorie, weil in beiden Städten kein Stellplatz zu kriegen war. Liegt wohl daran, dass diese Städte absolute Touristen-Magnete sind, und ausserdem an dem Wochenende zuvor irgend ein Pferderennen dort war.
Ausser ein Blick auf den tollen Strand war da nix zu wollen...schade!
Wir haben uns dann kurzerhand entschlossen, trotzdem ans Meer zu fahren, und haben weitere 60 km in Kauf genommen.
Dabei haben wir übrigens den Nullmeridian überfahren und sind jetzt im westlichen Teil der Welt :)
Gelandet sind wir schließlich in Bernières-sur-Mer, und stehen hier auf einem schönen kostenlosen Stellplatz 30 Meter vom Meer entfernt. Und schnell war dann auch klar, dass wir einen Day of rest anhängen.
Zwei Tage lang am Strand gelegen, mit den Hunden durch die Dünenlandschaft gelaufen, gelesen, gedöst, leider die Nacht nicht so viel geschlafen, weil unsere Jule meinte, sie müsste einen Anflug von Magen und Darm kriegen. Inzwischen ist sie aber wieder ganz gut beieinander, ein langer Spaziergang am Strand vorhin ging dann schon wieder.
Morgen geht es weiter ins Landesinnere, wenn wir unsere Pläne nicht wieder kurzfristig ändern :)
Schau'n wir mal...

Gefahrene Strecke am Dienstag: 108 km
Gefahrene Strecke am Mittwoch: 0 km


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Stellplatz in Bernières-sur-Mer





26. August 2013 - Tag 87

Die Nacht war recht kurz, aber nur deshalb, weil ich um Mitternacht aufstehen musste, um kostenlos über unseren Provider per Satellit die Software vom Navi zu aktualisieren...hat übrigens 6 Stunden gedauert...ich hab aber nicht daneben gesessen, sondern bin nach dem Start wieder ins Bett gegangen. Dann der Wecker noch mal um 5:50 Uhr, um alle Geräte abzustellen, bevor um 06:00 Uhr die Datenvolumen-Uhr wieder startet.
Aber ansonsten war es wieder mal ein guter Tag, der ohne Regen angefangen hat und auch geendet hat.
Wir sind zeitig los über die Pont de Brotonne und somit über die Seine nach La Rivière St-Sauveur. Hier stehen wir auf einem kostenlosen Stellplatz, von dem man die Pont de Normandie sehen kann...und leider auch hören kann. Aber nicht so schlimm, heute werden wir gut schlafen können. Nachdem wir mit den Hunden den Ort erkundet haben (was ruckzuck ging, weil das eher ein Kaff ist), sind wir mit dem Rad nach Honfleur gefahren. Nee, was ein schönes Städtchen, was für ein Flair.
Aber das zeigen die Bilder sicher besser als das ich es beschreiben könnte. Auf dem Rückweg noch schnell einkaufen, und dann ein göttliches Abendessen mit Weinbergschnecken in Kräuterbutter, dazu Lachs in Limonensauce, einen gemischten Salat mit in Knoblauchbutter gebratenen Garnelen und einem Glas Rotwein! Boah, watt lecker!!!!
Dann noch ein bißchen Büro, und dann geht es gleich ab in die Falle.

Gefahrene Strecke heute: 80 km


Hier geht es zu Tag 87 der Tour...klick





Hier geht es nach Honfleur...klick





25. August 2013 - Tag 86

Was ein schrecklicher Tag! Den werden wir gedanklich ganz schnell abhaken!
Bei Regen ging es morgens schon los Richtung Jumièges. Und angekommen sind wir im Regen. Dann ein Spaziergang im Regen, dann beschlossen, auch noch nach Barentin zu fahren (natürlich im Regen), um dort zu übernachten. Dieser Stellplatz in Barentin hat uns überhaupt nicht gefallen, und ausserdem hatten wir...Regen.
Also überlegt, wir fahren bei Regen weiter in die Hauptstadt der Normandie, Rouen. Da gibt es eigentlich nur einen möglichen Stellplatz, dafür hätten wir bei Regen die Seine über eine Brücke überqueren müssen...und die war gesperrt. Das Navi wollte aber unbedingt da rüber, trotz Regen, und hat uns immer wieder dahin geführt, quer durch die Stadt über 5-spurige Strassen. Der reinste Horror!!! Also haben wir Regen Regen sein lassen und haben kurzerhand beschlossen, wieder zurück nach Jumièges zu fahren und den Tag ganz schnell zu vergessen. Das haben wir bei Regen auch dann gemacht und haben den Rest des Tages den lieben Gott bei Regen einen guten Mann sein lassen.

Gefahrene Strecke: 146 unnötige regnerische km


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24. August 2013 - Tag 85

Leider nachts wenig geschlafen, weil wir von Sturm und Regen immer wieder wach geworden sind. Erst am frühen Morgen haben wir noch ein bißchen die Augen zu gemacht und waren erst um 09:30 Uhr wach...ups.
Aber keinen Stress, immer mit der Ruhe.
Als nächstes Ziel für heute haben wir uns Fécamp ausgesucht. Unterwegs noch schnell getankt (wir haben gelernt!), und dann auf den kostenlosen Platz direkt am Hafen, auf dem reichlich Womos Platz haben. Leider spielt das Wetter heute nicht mit, und wir mussten doch tatsächlich eine lange Hose und eine Jacke anziehen! Wie schrecklich!
Die Fotos haben wir auf der Runde mit den Hunden zum Strand gemacht, und auf dem zweiten Spaziergang, den Andi und ich dann noch alleine gemacht haben.
Und dann noch ein französisches Abendbrot, und dann an den Rechner. Und es regnet immer noch, wird sogar immer schlimmer. Kann das mal jemand abstellen?
Das Womo wackelt ohne Unterlaß, und eine Internetverbindung mit der Schüssel haben wir nicht bekommen. Na ja, wenigstens TV funktioniert.
Wir werden es später noch mal versuchen, ansonsten können wir halt erst morgen hochladen :(
Morgen geht es ein Stück ins Landesinnere, aber davon morgen mehr.

Gefahrene Strecke: 107 km


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Stellplatz in Fécamp





23. August 2013 - Tag 84

Das nächste Ziel der Tour war sehr gut gewählt!
Morgens nach dem Frühstück ging es nach einem kurzen Stop im Aldi nach Criel-sur mer. Da stehen wir auf einem kostenlosen Stellplatz direkt am Meer, ein wunderbarer Platz! Und die Küste ist richtig was fürs Auge, wie die Bilder hoffentlich zeigen. Erst haben wir eine Runde mit den Dackeln gedreht, und sind später noch mal zum Schwimmen an den Strand. Leider Kies-Strand, aber ein Stückchen weiter direkt unter den schroffen Felsen haben wir ein Fleckchen gefunden, wo auch Sand zu finden war. Und das Wasser war herrlich, überhaupt nicht kalt.
Ein wunderbarer Tag!!!

Gefahrene Strecke: 161 km

Hier geht es nach Criel-sur-mer...klick

Stellplatz in Criel-sur-mer...herrlich





22. August 2013 - Tag 83

Gepennt wie die Toten, und trotzdem nicht ganz ausgeschlafen....
Egal...forward, ever forward....
Nach dem Frühstück haben wir vorsichtshalber den Reservekanister in den Tank gekippt, damit wir die nächste Tanke überhaupt noch erreichen. Die lag dann auf unserem Weg nach Calais an der Autobahn, und das war bisher der teuerste Diesel-Kauf unserer Tour! Dann auch noch schnell einen Alkoholtestset gekauft, der in Frankreich Pflicht ist, und dann weiter bei strömendem Regen nach Calais.
Hier stehen wir auf dem Stellplatz direkt am Hafen, neben uns legen die Fähren nach Dover ab...schon interessant.
Ansonsten hat die Ecke hier einen Charme wie...na, halt wie so eine Hafenstadt eben ist. Häßliche Betonbauten verschandeln das schöne Bild vom Strand, aber das kennt man ja aus anderen Hafenstädten auch.
Gegen 16 Uhr kam endlich die Sonne raus, und wir haben erst mal eine Runde über die "Promenade" gemacht.
Urlaub macht man hier offensichtlich nicht gerne, was die unzähligen ungenutzten Strandhäuschen wohl wiederspiegeln.
Wohin es uns morgen treibt, wissen wir noch nicht genau...Richtung Südwesten, so viel steht fest :)

Gefahrene Strecke heute: 68 km

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21. August 2013 - Tag 82

Mein lieber mein Vater, was für ein Tag!!! Was für ein Höllentrip!!!
Vier Länder an einem Tag, kann man echt nicht empfehlen!
Aber von Anfang an...
Gestartet in:
1) Deutschland
Der Plan war, in einer Rutsche durch
2) Niederlande
bis an die Atlantikküste in
3) Belgien
zu fahren. So weit, so gut, aber Belgien ist ein kleines Land (und nach wie vor mit besch....... Strassen) mit wenig Küste, und die Badeplätze, die es hier gibt, waren so was von dermaßen voll, dass wir, nachdem wir mindestens 5-6 Plätze angefahren sind, wo wir eigentlich einen Stellplatz haben wollten, und die natürlich ebenfalls brechend voll waren, kurzerhand gesagt haben: Nie wieder Belgien! (Bitte erinnert uns dran!!!)
Also haben wir mal kurz in den sauren Appel gebissen und sind weiter gefahren bis nach
4) Frankreich
Aber auch nur so gerade Frankreich, also direkt hinter der Grenze, da haben wir einen kostenlosen Stellplatz gefunden in Hondschoote, direkt neben einer Windmühle. Nix Dolles, aber für eine Nacht mag es gehen.
Und weil wir keine Tanke gefunden haben, fahren wir inzwischen auf dem letzten Droppen, also für morgen heißt das erste Ziel: Tankstelle!
Und dann sehen wir mal weiter. Wahrscheinlich werden es morgen noch einmal so was in der Richtung von 300 km werden, bis wir einen Platz gefunden haben, wo wir mit unserem Reiseführer "Mit dem Womo durch die Normandie" starten können.
Für heute sind wir fertig mit der Welt, und wenn Andi gleich noch mal die Leitung frei macht, lade ich die Aktualisierung noch hoch...oder halt morgen...mal sehen. Gute Nacht für heute!

Gefahrene Strecke heute: 447 stressige Kilometer durch 4 Länder